Projekte

Aghet 99+1=100 – Ein Abend über Völkermorde

Aghet_99_1

Die Bagdad-Bahn war der Traum vieler Mächtiger: Sultan Abdülhamid II. träumte von Fortschritt und Expansion, der deutsche Kaiser vom Öl auf der arabischen Halbinsel. 1903 begann die Philipp Holzmann AG aus Frankfurt mit dem Bau der Bagdad-Bahn. Die Schienen und Lokomotiven lieferten die Krupp AG, Borsig, Cail, Hanomag, Henschel und Maffei. Ab Oktober 1915 diente die Bagdad-Bahn auch als Transportmittel für die systematischen Deportationen von ArmenierInnen in die syrische Wüste. Das Deutsche Reich war von Anfang an über den Völkermord an den ArmenierInnen informiert und darin involviert. Menschenleben spielten für Wilhelm II. keine Rolle. Die deutsche Verwicklung in den Völkermord an den ArmenierInnen gehört damit zur Vorgeschichte der Shoah. Aghet 99+1=100 stellt diese historischen und politisch immer noch aktuellen Verstrickungen an zwei Abenden durch eine halbdokumentarisch-theatrale Performance dar. Reinhold Böh, Urenkel eines Ingenieurs, kommentiert den Nachbau der Bagdad-Bahn; Kevork Gregorian kocht und erzählt über das Leben in der Türkei nach dem Völkermord. Der Fotojournalist Erol Gurian setzt sich mit dem Verhältnis der armenischen Diaspora zu ihrer Heimat auseinander.

Besetzungsliste
Reinhold Böh / Susanna Perdighe / Kevork Gregorian / Erol Gurian
Künstlerische Leitung
Karnik Gregorian, Bülent Kullukcu

http://www.gorki.de/spielplan/aghet-99-1/

Logo_Kulturreferat

SMYRNA//MÜNCHEN – Eine Theater-Séance

Von Simone Egger, Karnik Gregorian, Bülent Kullukcu.

Smyrna::München

Ein Mann, eine Frau. München, Smyrna. Kleinbürgertum, Upper Class.

Die Liebesgeschichte zwischen der kosmopolitischen Aspa, Tochter einer
reichen levantinischen Familie Smyrnas, und dem Finanzbeamten Wilhelm
aus Haidhausen, die vom Ersten Weltkrieg überschattet wird.
Smyrna // München ist ein Kalaidoskop der Trennung, der Reisen durch
Europa, dem Leben in der Stadt Smyrna mit Griechen, Türken, Armeniern,
Juden, Engländern und Franzosen und dem Weltkrieg, der dort schon
früher angefangen hat.
Logo_Kulturreferat

Pension Noise # 1- Konzerte/Film

30gt_ppensionoise11
Pension Noise #1- kuratiert von Anton Kaun
dies ist die erste Edition unserer neuen Noisereihe, welche in einem Drei Monats-Turnus in der Galerie dieses Jahr
statt finden wird. Diesmal mit:
-Java Delle
Java Delle used to be punk but it’s still punk.
Java Delle used to be noise but it’s is still noise.
So no one has the intention to repeat anything.
Which is just not true.
-Best Friend Machine
Best Friend Machine does noise. Harsh noise.
Volume at low level or volume at high level.
Only one thing is certain! It’s always gonna be intense.
-EMERGE
EMERGE lehnt sich an die minimalistischen Traditionen des Experimentalismus
und der nicht-akademischen Geräuschmusik an. Der Fokus liegt auf der
Generierung von Klanggebilden, die frei interpretierbare Atmosphären an die
Oberfläche holen sollen. Die Auswahl der verwendeten Klangquellen ist meist
sehr eingeschränkt und die ursprünglichen Klänge selbst durch diverse
Verfremdungen höchstens rudimentär erkennbar. Oft wird auch Basismaterial
von diversen Künstlern/Musikern verwendet und recycelt. Für „canvas“ wurden
ausschliesslich Malgeräusche verwendet, die in verschiedenster Art und Weise
verfremdet wurden. „canvas“ beschreibt somit nicht ein fertiges Werk,
sondern stellt vielmehr den Prozess des (Er-)Schaffens in den Vordergrund.
Die Live-Improvisation gibt dem Hörer somit die Möglichkeit das Entstehen
eines imaginären (Klang-)Bildes zu verfolgen.
canvas entstand im Jahr 2011.
-Mart in an out aut aux
1969 geboren in Linz/Oberösterreich
1969 Übersiedlung nach Bayern. Wächst
als Gastarbeiterkind im Gastarbeiterhaus auf
1975 bis 2002 Schule und Studium an der
Akademie der Bildenden Künste München
bei Prof. Sauerbruch.
1999 bis 2001 Musterschüler
2000 Gründung des Instituts für
Leistungsabfall und Kontemplation
2002 versehentliche Entdeckung der Weltformel „µ → 0“
seit 2005 Konzeptkünstler und Oberstudienrat
2010 Mitbegründer des ANTIFUN ARKESTRA
lebt und arbeitet ungern in München
Auftritte als Noisemusiker in München, Innsbruck, Wien, Berlin.

tritt am 06.03. mit einem selbstentwickelten Instrument auf, an dem er seit 14 Jahren arbeitet.
Der Künstler wird während des Konzerts live mit dem Rauchen aufhören!

UND SCREENING DES FILMES:

film: ‚AN TON KAUN‘
mit anton kaun aka rumpeln, sonytony, kaundown & sid visuals
buch, regie, schnitt: susanne steinmassl
10 min | 16mm | schwarz/weiß
experimenteller dokumentarfilm / © hff münchen |2014
screenings:
dok.fest münchen | dok.forum film meets print münchen 9 mai 2014
premiere hff münchen | 1 jun 2014
noise mobility festival münchen | 22 jun 2014
tam tam | kunst & musik im karée | 13 jul 2014
Logo_Kulturreferat

Konzert:LydiaDaher+SCHNITT „Picture.This.Sound“

Lydia
Picture.This.Sound
ist eine installative Sound-Performance von Lydia Daher zusammen mit der Klangkunstgruppe SCHNITT. Töne, Harmonien und Geräusche sowie Texte aus Dahers Cut-up-Collagen-Band »Und auch nun, gegenüber dem Ganzen – dies«  werden live improvisiert, zerlegt und nach dem Loop-Prinzip mit einer Schallplatten-Schneidemaschine in Vinyl gefräst. Der so entstandene Tonträger fließt anschließend, von einem Plattenspieler abgespielt, als zusätzliche Tonspur in den Konzertprozess mit ein. Hierin unterstützt er – quasi als weiterer, virtueller Musiker – die fortlaufenden Aktionen der Gruppe.
Moritz Illner (Vinyl-Schneidmaschine), Markus Christ (Trompete, Gitarre, Drums),
Florian Meya (Gitarre, Bass, Percussion) und Lydia Daher (Text).
Der Entstehungsprozess von Musik und Text wird hier nicht nur zu einer auditiven, sondern beinahe auch zu einer haptischen Erfahrung. Gleichzeitig hinterfragt die Performance im besten Benjaminschen Sinne die Wirkungsstrategien von Aura und Authentizität. Lässt sich die Magie des Augenblicks auf während der Show entstandenen (kopierbaren) Schallplatten festhalten? Ist die Aura dieser Performance reproduzierbar und für professionelle und überlegte Studioarbeit nutzbar? Und wenn nicht: Wieso ist dann die Vervielfältigung eines kurzen, intensiven Moments gerade die (technische) Vorraussetzung für das Gelingen der Live-Performance?
Nicht nur auf materialästhetischer Ebene schreibt sich S C H N I T T deshalb ein in die aktuellen Diskussionen um die Vervielfältigung von Musik, um Urheberrechte und das un-/nötige Horten von un-/erlaubten Musikformaten. Eine finale Antwort auf die dort gestellten Fragen kann und will die Performance natürlich nicht geben. Höchstens eine (keineswegs leise) Ahnung davon, weshalb diese Diskurse – idealistisch gedeutet – dereinst angestoßen wurden: aus Liebe zur Musik als originärer Kunstform.

DÖNER SALON: WAS WOLLT IHR EIGENTLICH?

Döner_Salon_1

WAS WOLLT IHR EIGENTLICH?

Refugees for Freedom / Jugendliche Ohne Grenzen / boardermonitoring.eu / Das Weiße Pferd – Text, Ton, Bilder / EMBRYO – Live!
In den vergangenen Monaten wurde viel über Flüchtlinge, die nach Deutschland und München gekommen sind, gesprochen. Aber was wollen sie, die Menschen eigentlich? Geht es ihnen um menschenwürdige Unterkünfte? Menschenwürdige Behandlung durch die zuständigen Ämter? Und wenn das alles so ist, was kommt dann?
 
MIT:
– Sara Pfau – boardermonitoring.eu
– Hamado Dipama – Arbeitskreis Panafrikanismus e.v. &
Mitglied des Ausländerbeirats
– Vertreter der Selbstorganisation „Refugees for Freedom“
– Vertreter der Selbstorganisation JOG – Jugendliche ohne Grenzen
 
Das Weiße Pferd – Text-Bilder-Ton aus dem Album „Münchner Freiheit“
Pico Be, Simon Dieu, Joe Masi, Sebastian Meyhöfer, Jossip Pavlov, Albert Pöschl, Tagar, Tom Wu, Jessica Dettinger, Anna McCarthy, Jovana Reisinger, Karl Kürten, Maximilian Bungarten, Tobias Müller
Schamoni Musik/Echokammer/SubUp Records
und einem anschließenden Live Konzert von Embryo
Logo_Kulturreferat

IRAN CINEMA

Drei Generationen iranische Filmemacher

 


Beginn: 20:30Uhr
Filmbeginn: 21:00Uhr
Die Galerie KULLUKCU GREGORIAN, wird vom 14. bis zum 16. März 2013 zum Kino. Thema: „IRAN CINEMA“ – drei Generationen iranische Filmemacher. Die Film-Lecture wird von der iranischen Filmemacherin Narges Kalhor und dem Theaterwissenschaftler Aydin Alinjead kuratiert. Wie haben Iranische Filmemacher nach der Islamischen Revolution ihre Filme gedreht und wie gehen diese Filmemacher mit der Zensur um. Wie sieht Iranisches Kino der dritten Generation aus? Ausgewählte Werke geben dem Zuschauer einen Einblick in die filmische Arbeit von Regisseuren wie Abbas Kiarostami, Jafar Panahi und Asghar Farhadi, die stellvertretend für je eine Generation iranischer Filmemacher stehen.
Programm:
Do. 14.03.2013 – 20:30Uhr
1. Generation – Abbas Kiarostami (*1940),
gilt als einer der bedeutendsten Regisseure des iranischen Films. 1997 erhält er die Goldene Palme für „Der Geschmack der Kirsche“.
Kurzfilme von Abbas Kiarostami
Iek Rah hal (Eine Lösung) / be tartib ia bedoon tartib (Ordnung oder Unordnung)
Nan o Kooche (Das Brot und die Gasse) / Zange Tafrih (In der Pause)
do Rahe Hal baraie Iek Masale (Zwei Lösungen für ein Problem)
Hamsoraian (mit Singen)
Regie: Abbas Kiarostami / Iran 1980er / OmenglU
Roads of Kiarostami
ist ein Experimentalfilm: Fotografie, Poesie, klassische Musik und Film. Leitmotiv ist die Straße, im wörtlichen und übertragenen Sinn.
Regie: Abbas Kiarostami / Iran 2006 / OmenglU
Fr. 15.03.2013 – 20:30Uhr
2. Generation – Jafar Panahi (*1960),
war Assistent von Kiarostami und ist einer der wichtigsten oppositionellen Filmemacher. 2010 erteilt ihm die Iranische Regierung ein Berufsverbot, 2013 erhält er den Silbernen Bären für „Pardé“.
Das Akkordeon
Ein Kurzfilm über zwei Geschwister, die als Straßenmusiker durch die Stadt gehen. Der größere Bruder spielt hervorragend Akkordeon, das Mädchen schlägt die Trommel…
Regie: Jafar Panahi / Iran 2010 / OmenglU
Talaye Sorkh (Crimson Gold)
Auf dem Moped des Pizza-Boten Hossein durch die iranische Hauptstadt. Vom armen Süden in den wohlhabenden Norden, vom durch Bazare geprägten Straßenleben zu den schicken Boutiquen. Als Hossein für seine Verlobte Schmuck bei einem Edeljuwelier kaufen möchte, wird er vom Besitzer gedemütigt. Eine seiner Touren führt Hossein zu einem Haus, in dem die Polizei eine Party sprengt, weil dort getanzt wird. Nach und nach wird Talaye Sorkh zum Bild einer Gesellschaft, die aus dem Lot geraten ist.
Regie: Jafar Panahi / Iran 2003 / OmenglU
Sa. 16.03.2013 – 20:30Uhr
3. Generation – Asghar Farhadi (*1972),
Drehbuchautor und Regisseur. Er erhält 2011 mit „Nader und Simin“ den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.
Fireworks Wednesday
Der Film porträtiert drei Ehepaare am Vorabend des Nouruz (das iranische Neujahrsfest). Rouhi, eine junge Frau deren Heirat bevorsteht, nimmt um diese zu finanzieren einen kleinen Job als Reinigungskraft in einer Wohnung im Norden Teherans an. Als sie in jener Wohnung ankommt, findet sie sich in einem hitzigen Streit zwischen Mojdeh und Morteza wieder; Mojdeh verdächtigt ihren Ehemann Morteza, sie mit der Nachbarin Simin zu betrügen, und verpflichtet Rouhi die beiden zu beschatten. Dabei gerät sie mehr und mehr zwischen die Fronten des streitenden Paares.
Regie: Asghar Farhadi / Iran 2006 / OmenglU
„IRAN CINEMA“ findet in Kooperation mit raumwandler e.V., ein freier Zusammenschluss engagierter Film und Kunstschaffender statt, und wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München unterstützt.
Kuratoren:
Narges Kalhor,
geboren 1984 in Teheran, hat dort in der Filmhochschule studiert. 2009 wurde sie mit dem Kurzfilm „Die Egge“ zum Internationalen Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte eingeladen. Als sie, die Tochter des ranghöchsten Kulturberaters von Mahmud Ahmadinedschad, in Deutschland Asyl beantragte, stand sie für einige Wochen im Fokus der internationalen Presse. Inzwischen hat sie Asyl in Deutschland erhalten und studiert an der Hochschule für Fernsehen und Film München.
Aydin Alinjead,
geboren 1981 in Teheran, hat in Teheran Foto-Journalistik und Germanistik studiert und studiert seit 2010 Theaterwissenschaft in der LMU München. Bislang hat er mehrere Theaterstücke vom Deutschen ins Farsi übersetzt und arbeitet als Dramaturg in der Schweiz und in Deitschland.

SPEKTRUM MUSIKNACHT

FREITAG 01.03. Beginn: 21 Uhr
Teil I (live):
Francois Huber (Kassettenmanipulationen)
Lindermayr/Kuhn-Duo – http://www.leonhardkuhn.de/
BAM BAM the mechanical seuqencer + feedbacking Bülent – https://www.youtube.com/watch?v=9CPCzdB40fA
Teil II (Club):
Donna Neda (Hamburg) – http://soundcloud.com/donnaneda
Maria Ploskow (Kunstfilm „grüne Hölle“) – http://mariaundnedaploskow.com/
Support:
∎∎∎∆∎ (Spektrum)
Twisted Tool (Visuals)
Los geht’s im ersten Teil mit Francois Huber, der seine Kassettenbänder in ungewöhnter Manier abspielen wird. Im Anschluss wird der Gitarrist, Laptop-Musiker und Komponist Leonhard Kuhn sich mit seinem Kollegen und Trompeter Matthias Lindermayr aus dem gleichnamigen Quartett zusammenschließen um als Duo elektroakustische Feinheiten auszuloten. Und schließlich freuen wir uns, die Premiere des mechanischen Sequenzers „Bam Bam“ ankündigen zu dürfen. Unterstützt wird diese einmalige Maschine von keinem geringeren als feedbacking Bülent.
Als Hauptact im zweiten Teil kommt für uns extra aus dem hohen Norden „Donna Neda“ angereist um uns mit einem experimentellen Dj-Set die Platten um die Ohren zu hauen. Darauf abgestimmt wird Maria Ploskow ihren Kunstfilm „grüne Hölle“ zeigen. Unterstützt werden die beiden von den üblichen Verdächtigen des Spektrums, ∎∎∎∆∎ und Twisted Tool.

Embryo & Sun Ra special LIVE +GÄSTEN AUS DEM MAGHREB

 

Embryo & Sun Ra special LIVE
Freitag 22.02.2013  21:00
 
Embryo widmet diesen Abend Sun Ra, dem Magier der modernen Musik, der bis heute die Tonkunst mit seinen sagenhaften Songs wie „Space is the place“ beeinflusst. Er hat neben seinen genialen Kompositionen viele originelle, ironisch philosophische Texte verfasst, die ausdrucksvoll von dem renomierten „Vorleser“ Jo Vossenkuhl zu den Klängen einer ausgesuchten Embryo Band ins Publikum mehr als nur vorgelesen werden, er wird in die improvisierte Musik mit eintauchen. Die Aufnahme vom Dezember auch in der Kullukcu ist bereits ein Kulthit. In der Pause ein special: es gibt noch ein paar bisher nie gezeigte Filmszenen des Sun Ra Arkestra aus dem Jahr 1985, als dieses bei den Embryos zu Gast war – live aus der Münchner Theaterfabrik.
Dann für alle die sich bewegen wollen, afro-orientale Rhythmen mit Gästen aus dem Maghreb, ethno-psychedelische Groovesession und Überraschungen.

JAPANISCH-TÜRKISCHER MASKENBALL +
SaSeBo LIVE

SaSeBo Live + Maskenball Disco JAPAN TÜRKIYE
Raki und Saki zum Abwinken Samurai-Kebab und Sasebo-Suppe

 
mit Live Musik von:
SaSeBo – Sad Sentimental Boys – sind:
Toshio Kusaba – vocals, lamento
Yutaka Minegishi – lead guitar, snakeskin guitar
Carl Tokujiro Mirwald – vocals, jap. percussion
Andi Koll – tuba
David Bielander – clarinet, piccolo flute
Rin Miyamoto – accordeon, Saxophon
Dirk Eisel – drums, cajon
Ivica Vukelic – rhythm guitar
SaSeBo spielt japanischen Ethno-Blues.
SaSeBo ist eine Sensation, für alle die Yukio Mishima, Tom
Waits, Anime, Hibari Mizora, John Lee Hooker, Kabuki und Fado lieben.
Im Anschluß: Japanisch-Türkische Discotanzmusik
mit Dj Toshio Kusaba und Bülent Kullukcu.

Doing Nothing – Munich Brussels

Ein Recherche Projekt zur Erforschung der Bedeutung von Tun, Nichts-Tun und Muße – von Christiane Huber
 
 
Können wir überhaupt Nichts- Tun? Ist ein Bewusstsein möglich das Nichts tut? Wäre eine gesünder und nachhaltiger lebende Gesellschaft möglich, wenn die Menschen ihr Verhältnis zu Tun, Nichts- Tun, Zeit und Muße veränderten? Diese und andere Fragen werden zunehmend diskutiert trotz oder auch wegen Finanzkrise und auch wegen der Volkskrankheit Burnout. Nachdem die Grenzen von Arbeit und Privatleben durch eine permanente Erreichbarkeit über das Internet bis zur Unkenntlichkeit verwischt wurden, hört man immer öfter von Internet- Diäten, Handy- und Smarphone- freien Zeiten und Shabbticals.
Wie kann eine veränderte Haltung zu Arbeit und Tun zustande kommen, wie kann man diese einüben oder sogar trainieren, um sich nicht sofort nach dem Urlaub wieder bis an den Rand der Selbstausbeutung zu bringen?
Kann durch das Üben des Nichts- Tuns eine veränderte innere Haltung des Nicht- Tuns entstehen, das die Taoisten als Wu Wei beschreiben und wie sieht das genau aus? Oder gibt es kein Nichts- Tun, sondern maximal nur kurze Phasen der Entschleunigung, weil die Forderung nach wirtschafltichem Wachstum kein Nichts- Tund und keine Muße erlaubt?

Die Künstlerin und Psychologin Christiane Huber begann das Projekt mit einer 5-monatigen Selbststudie. Durch den Verzicht auf eine Tätigkeit, die als Erwerbsarbeit bezeichnet werden kann, rückte die Erforschung obenstehender Fragen in den Mittelpunkt. Auf Dokumentation wurde verzichtet.Doing Nothing- Munich Brussels startete im September 2012 in einer Gallerie in Brüssel. Dort konnten Menschen in den Räumen stundenweise das Nichts-Tun zu üben. Anwälte, Künstler, EU- Kommissions- Mitglieder, Kinder oder Passanten, kamen dieser Einladung nach.

Das Projekt wird nun fortgeführt in der Galerie Kullukcu in München in Kooperation mit der Petra- Kelly Stiftung und mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferat München. Die Räume der Galerie werden als Wohn und Arbeitsraum gestaltet, um eine alltagsnahe Umgebung zu bieten, in der das Nichts- Tun geübt werden kann.Die Ergebnisse des Recherche-Projekts werden dann in der zweiten Projekt-Woche disziplinenübergreifend präsentiert.
Vernissage 01.02.2013
Sie sind frei, die Zeit und den Raum für Nichts- Tun auf jede gewünschte Weise zu verbringen – was immer Nichts- Tun für sie bedeutet. Es geht darum die Bedeutung von Zeit und Arbeit,  Muße, Nichts Tun oder auch Nicht Tun zu erforschen und hinterfragen. Sie sind jedoch aufgefordert im Sinne dieses Forschungsprojekts der Frage auf den Grund zu gehen, ob Nichts- Tun möglich ist und welche Formen es annehmen kann. Gibt es Prinzipien, die Nichts- Tun notwendig begleiten?Die Doing- Nothing Sessions werden gefilmt und als Portraits gesammelt. ( Sie können sich als Teilnehmer jederzeit entscheiden, ob ihr Film- Portrait gezeigt werden darf)
Hinweise für die Sessions vom 21. Januar – 31. Januar 2013 in der Galerie Kullukcu Gregorian

Kommen Sie alleine. Buchen Sie im Voraus ( in Absprache sind auch spontane Sessions möglich).Es wird empfohlen das Nichts- Tun für mindestens eine volle Stunde zu erforschen.Buchung und Kontakt: christianehu@googlemail.comOrt: Galerie Kullukcu, Schillerstrasse 23, 80336 München

Dazu finden begleitend zu »DOING NOTHING – Munich Brussels« folgende Veranstaltungen statt:
-1. Februar 2013  
 
ab 19 Uhr: Christiane Huber: Vernissage der Doing- Nothing Video- Portraits
 
20 Uhr: Podiumsdiskussion:
Wie sinnvoll ist das Nichts – Tun? Wäre eine gesünder und nachhaltiger lebende Gesellschaft möglich, wenn die Menschen ihr Verhältnis zu Zeit, Arbeit und Muße veränderten?
Geladen sind:
Anna Maria Darmanin (Vice President of the European Economic and Social commitee, Brussels)
-2. Februar 2013
 
 
20 Uhr : Lesung
 
Eine Lesung mit der Schauspielerin Anne- Isabelle Zils aus Texten aus Philosophie, Soziologie und der Weltliteratur die das Thema beleuchten.
Eine Auswahl: Der Wohlstand der Nationen: Eine Untersuchung seiner Natur und seiner Ursachen; Adam Smith (1776/ 1999). Le droit à la paresse. Réfutation du droit au travail, Paul Lafargue (1848). Lob des Müssiggangs, Bertrand Russell (1932). The Idler, Tom Hodkinson (1993). Oblomov, Ivan Gontcharov ( 1859), Small is beautiful, das Ende der Großen- zurück zum menschlichen Maß, Leopold Kohr ( 1957/2002).
 
21 Uhr : Konzert
 
Der auf Neue Musik spezialisierte  Flötist und Sound Künstler Michael Schmid aus Brüssel gibt ein Konzert “Nichts-tun” steht dem Phänomen des klassischen Konzertes als Paradox gegenüber, und soll hier  anhand einiger Klassiker (Steve Reich „Pendulum Music“, Alvin Lucier „I’m sitting in a Room“) als auch mittels weniger bekannter Werke (Istvan Matuz „L’Elek’zem“, Ferneyhough „Mnemosyne“) untersucht werden. „Nichts-tun“ wird hier teils beim Wort genommen, andererseits kann auch die extreme Komplexität eines Brian Ferneyhough in „Mnemosyne“ als eine Entlastung des Ausführenden gesehen werden, die diesem keinen Freiraum mehr zur Interpretation bietet.
 
 
 
Programm:
 

Steve Reich: Pendulum Music (1968/73) (15’)

 Istvan Matuz: Studium 1/974:“…1[elek]zem…“ (1974, Rev. 1984) for flute solo (10’)
 Alvin Lucier: „I’m sitting in a Room“ (1969) (15’)
 Brian Ferneyhough: „Mnemosyne“ (1986) for bassflute and tape (12’)
 
 Dieses Projekt findet in Kooperation mit der Petra Kelly Stiftung statt. 

Uamo City Tour


17.12.2012 – Beginn: 20 Uhr
Stream: 21 Uhr
Als Abschlussveranstaltung der UAMO Städtetour werden Arbeiten aus London und Valencia zum Thema „Play Time“ innerhalb eines Livestreams gezeigt, bevor alle Arbeiten aus den Städten beim UAMO Festival in München zu sehen sein werden (21.02.-24.02/Einstein Kultur)

Die Übertragung am 17.01 schaltet live zu den UAMO Kooperationspartnern:

– Signal Gallery/London

The London contribution to the UAMO City Tour is an intervention to the every day cityscape we are used to: a place of work and daily routines, a place of consumption and tourism.

With performance, action art, installation, photography, illustration, readings and music the participating London based artists and art students give a statement to society and life in a big city which is slightly irritating and disturbing, enough to give the observer food for thought.

http://www.signalgallery.com <http://www.signalgallery.com>

– La Mutante/Valencia

The Mutant is an association of culture.We focus our activity in search, study and promotion of cultural innovation. One of the main objectives is to create a platform where you try to encourage the international exchange of projects and artists. The mutant also aims to be a meeting place, building work and all its members.

http://www.lamutante.com

Munich City Big Players

Ein Gesellschaftsspiel rund um das Bahnhofsviertel mit Spielern aus Kunst und Wissenschaft
Konzeption und Ausführung: Karnik Gregorian, Anne-Isabelle Zils

FREITAG  07.12.2012  20 UHR

Schiller-, Goethe- oder Lessingstraße? Wer kauft sie alle? Wer baut die meisten Hotels? Wem gehören die meisten Spielhallen? Oder vielleicht zur Erleichterung des Gewissens an eine soziale Einrichtung vermieten? Wer wird vom Gesundheitsamt zur Kasse gebeten? Wer wird von seinen Hotelgästen geprellt? Wer wird dabei erwischt, Schwarzarbeiter engagiert zu haben, ohne ihnen den Lohn auszuzahlen? Welcher Bauherr bessert sein Image auf und vermietet temporär an Kulturschaffende? Wer wird die Queen oder der King des Bahnhofviertels. Liebhaber und Kenner des Bahnhofsviertels können hier auf einem riesigen Spielbrett mit großen Dollarscheinen wahrscheinliche und unwahrscheinliche Ereignisse, die typisch fürs Bahnhofsviertel sind in der Galerie Kullukcu durchspielen und selbst den Spielverlauf durch Hinzufügen von Ereignissen beeinflussen. Nichts ist unmöglich. Hier kann jeder Spieler seine persönliche Vision von der Zukunft des Viertels einfließen lassen. Allerdings gilt auch hier die Regel: „Money makes the world go round.“ Doch aufgepasst. Die Ereigniskarten können den aufgestiegenen Spielhöllenbesitzer schnell zu Fall bringen.

Moderation: Karnik Gregorian
Spieler: Anton Kaun, Ebow X, Simone Egger, Nassermann, N.N.
Idee: Anne-Isabelle Zils

Das weiße Pferd + OhwWhouWhou

SAMSTAG  01.12.2012, Beginn: 21 Uhr
Über das 2010 erschienene Debüt „San Fernando“ schrieb Krautrocklegende Hans Joachim Irmler, Gründungsmitglied von „Faust“: „Bin voll darauf eingestiegen und ziemlich verblüfft wieder aufgetaucht, obwohl ich nebenher den Versuch unternommen habe, eine Ochsenschwanzsuppe für Dieter Moebius zu präparieren…schön bis mutig Alles drin!Herrlich erfrischend. Sehr schön.“
Das Weiße Pferd arbeiten aktuell an dem Album „Inland Empire“. Pico Be − Gesang Albert Pöschl − Gitarre, Chor Josip Pavlov − Gitarre
Joe Masi − Keyboard, Synthie Sebastian Meyhöfer − Marimba, Melodica, Geige Tom Wu − Ukulele, Percussion, Chor Simon Dieu − Bass, Chor Tagar − Schlagzeug Anton Kaun – Licht mehr: http://das-weisse-pferd.kamerakino.de/
Manche behaupten, OhwWhouWhou klängen wie eine weltliche Kuschelrock-Version der Bodensatz- Sakropop- Band Arsch mit Orden. Musikalisch kann man sagen: RnB und Glitch mit bayerischen Vocals. http://ohwwhouwhou.modebarometer.de/

NAFRA.org – Spendengala


PENG PENG POWER BASH!
Spendengala für das Nafra-Projekt : Bildung statt Kinderarbeit .
Wir sammeln für den Bau einer Schule im südindischen Tamil Nadu
Feinstes Partyvergnügen mit legendären Djs in Rotation der Tombola des Grauens mit Wunschlieder-Djukebox
und Chat for cash reloaded
und schlausaufen an der Bildungs-Bar
20 Uhr Einlass
21 Uhr Film über die Narikurava von Isabel Reiss:
            „You like germany ,why?“
22 Uhr Party
Infos dazu:

INTEGRIER – BAR – Jubiläums Openspace

Samstag 29.09.2012     Beginn: 20.00 UHR
Für das Jubiläum der Integrier-BAR wollen wir Euch zu einem
post-migrantischen Parcours der Diskurse der Identitätspolitik
einladen. In einem Open Space werden wir in unterschiedlichen
Stationen alte, aktuelle und zukünftige Themen der Integrier-Bar
präsentieren und zusammen weiterführen. Wie in vergangenen
Veranstaltungen begonnen, werden wir mit Hilfe der Kunst
gesellschaftlich aktiv werden, und theoretisch hinterfragen wie sich
das Verhältnis zwischen Ein-Heimischen und Mehr-Heimischen im
vergangenen Jahr verändert hat. Egal ob wir die Gesellschaft um uns
herum aus politischer, sozialer oder künstlerischer Perspektive
betrachten– in der Integrier-Bar sprechen wir über die Überwindung
der Grenzen einer sich mono-kulturell gebärdenden
Dominanz-Gesellschaft, von aussen und innen, um eine global
inter-agierende Kultur in München für alle (Interessierten) möglich
zu machen.
 
In der akademischen Diskussion ist die Integrier-Bar auf jeden Fall
schon angekommen, wie im das Schlusskapitel eines im Erscheinen
befindlichen Buches andeutet.
„Ebenso unkonventionell und in ironischer Umdeutung eines Schlagworts verortet sich die ‚Integrier Bar‘ in München. Sie entstand auf Initiative eines informellen Netzwerks von Wissenschaftlern, Künstlern und Aktivisten. Mit dem Wortspiel des Namens wird das öffentliche Gezeter um Integration bzw. ‚Nichtintegrierbarkeit’ auf die Schippe genommen. (…) Die ‚Integrier Bar’ versteht sich als eine Plattform, auf der Themen diskutiert, Geschichten erzählt und Wissensformen sichtbar gemacht werden, die in der medial inszenierten Wirklichkeit entweder nicht vorkommen oder abgewertet werden. Ein Ziel der ‚Integrier Bar’ ist es, öffentliche Aufmerksamkeit für gesellschaftlich erzeugte Ungleichheit zu erlangen und deren Entstehungsbedingungen kritisch zu reflektieren. „
Erol Yildiz, Weltoffene Stadt. Wie Migration Globalisierung zum urbanen Alltag macht (Transskript Verlag, im Erscheinen. Aus dem Kapitel: Postmigrantische Orte als Transtopien)

 LIGHTTUNE.G(Zagreb) – LIVE

FREITAG 21.09.2012    Beginn: 21.30 UHR

MAJMUSICAL MONDAY & GALERIE KULLUKCU&GREGORIAN presents
LIGHTUNE.G (light+melody+tone G/50Hz) ist der Name des Duos um Bojan Gagic und Miodrag Gladovic. Lighterature Reading, baut auf der Umwandlung von Licht leuchtendender Objekte in Klangbilder auf. Dafür verwenden die Künstler Fotovoltaik, das heißt sie verwandeln die Lichtdichte innerhalb von Solarpanelen in Klang. Verschiedene Lichtquellen (Neon, Halogen, LED, Beamer, etc.) erzeugen verschiedene Klangfrequenzen, die wiederum durch weitere akustische Aufbereitung in modulare musikalische Skizzen verwandelt werden können. Angelehnt an diesen Vorgang werden Performance und Kompositionstechnik deshalb als luminoacoustics bezeichnet.
LIGHTUNE.G (light+melody+tone G/50Hz) is the name of the collaborative duo consisting of Bojan Gagic and Miodrag Gladovic, which they are using to put on their first collaborative project, Lighterature Reading. The project is based on the conversion of light from luminous objects into tone images via the photovoltaic effect generated through solar panels (under the influence of light, solar panels – silicon cells – produce electricity the strength of which depends upon the intensity of the light). Hence the name that defines the performance and the composition technique – luminoacoustics. Different sources of light (neon, halogen, LED, cigarette lighters, video projectors, etc.) generate different sound frequencies which, through further processing, can be transformed into a modular musical sketch. The base frequency is 50Hz (the tone G) and is a product of theatre lighting conversion.
Danach Maj Musical Monday DJ-Set.

 

 

Sebastian Perdighe


02.08.2012 -04.08.2012
Der Fokus Perdighes Arbeiten liegt häufig darin, auf mehr oder weniger subtile Art und Weise alltägliche Geschehnisse zu kommentieren.
Eine Mischung aus erhobenem Zeigefinger und Augenzwingern, in der Umsetzung oft einfach gehalten ohne hinter allzu verschlüsselten Chiffren Schutz zu suchen.
Ohne sich an ein bestimmtes Medium oder eine Umsetzung zu binden, bearbeitet Perdighe alles was seine Aufmerksamkeit weckt. Derzeit beschäftigt er sich hauptsächlich mit Kunst im öffentlichen Raum, Urban Art und allen damit einhergehenden Strömungen.
„YOU STEAL YOU DIE !!!“ beruft sich auf den immer wieder aufkommenden Vorwurf, dass dieses oder jenes ,hier oder dort, von dem einen oder anderen  bereits Umgesetzt wurde.
In den gezeigten Arbeiten zitiert, persifliert, kopiert und interpretiert Perdighe die Arbeiten namhafter Künstler. Hemmungslos bedient er sich dabei großer Namen und großer Kunstwerke, treibt Missbrauch mit Gursky oder Banksy. Ein Crossover aus Technik, Material und Medium von Video, Leinwand bis zum Ready-Made. Ohne Gewissen versucht er sich vom Glanz dieser künstlerischen Produkte, seinen Teil abzuleiten.

 

I-Bar 7: Schwarz in Lummerland

Rassendiskurse in Deutschland 1884 bis heute

21.07.2012 – 20 Uhr
Wie reagiert eine Gesellschaft, wenn die mühsam konstruierten Kategorien von Zugehörigkeit nicht mehr greifen? Die 7. Integrier-Bar fragt: Ist „Rasse“ eine soziale Kategorie unseres Denkens? Ausgehend von historischen Diskursen über „Rassenvermischung“ begeben wir uns gemeinsam auf die Suche nach Kontinuitäten bis in die Gegenwart.
Ein Performance-Vortrag von Jana Schützendübel, Kristof Warda und Julian Warner;
mit Musik von Franz Brunner und einer Videoarbeit von Nassermann
Moderation: Peter Arun Pfaff

Theater: „Masse und Macht oder das Zeitalter der spirituellen Maschinen“

Eine Theater Installation nach Elias Canetti und Raymond Kurzweil.
von Bülent Kullukcu, Anton Kaun, Dominik Obalski

 
Premiere : 13.07.2012
Weitere Aufführungen:15.07 / 27.07 / 28.07.2012
Beginn: jeweils 20.30 UHR
Ort:
Ruby Bar
Frauenhofer Ecke Baaderstrasse München
Karten Vorbestellung:bk@kullukcu.de
Masse und Macht ist das 1960 erschienene Hauptwerk des späteren Literaturnobelpreisträgers Elias Canetti. Es versucht, die Dynamik von Menschenmassen zu beschreiben und zu analysieren und der Frage auf den Grund zu gehen, warum und in welchen Situationen Menschenmassen einzelnen Befehlshabern gehorchen oder Anführern folgen.
 
1. Die Masse will immer wachsen.
2. Innerhalb der Masse herrscht Gleichheit.
3. Die Masse liebt Dichte.
4. Die Masse braucht eine Richtung.
Sie ist entweder tödlich als „Hetzmasse“ oder lebensbejahend als „Festmasse“. Sie flieht vor äußeren Gefahren als „Fluchtmasse“ oder erhebt sich als „Umkehrungsmasse“ revolutionär gegen bestehende Unterdrückung.
In unserer neuen Theater Installation stellen wir diesem die Thesen des Raymond Kurzweil gegenüber-Kurzweil gilt als einer der bedeutendsten Visionäre der Künstlichen Intelligenz.
Im Allgemeinen bezeichnet „künstliche Intelligenz“ oder „KI“ den Versuch, eine menschenähnliche Intelligenz nachzubilden, d. h., einen Computer zu bauen oder so zu programmieren, dass dieser eigenständig Probleme bearbeiten kann.
Lasst die Maschinen sprechen !

 

Integrier-Bar 6 : Zigeuner, Nein Danke !?

30.06-2012 Beginn: 21 Uhr

Angriff auf Roma und Sinti,die transkulturellen High-Performer einer globalen Kultur
Einerseits gibt es den „Zigeuner“, der als archetypischer Exot im europäischen Bühnensujet einen festen Platz hat, und andererseits die Sinti und Roma. Doch was verbindet sie? Die Bilder beider Gruppen zeigen die gespaltene Wahrnehmung unserer Gesellschaft und das Integrationsproblem auf. Dies wird nicht zuletzt an der Behandlung der Sinto und Roms aus Bulgarien und Rumänien, die im südlichen Bahnhofsviertel das Strassenbild prägen, deutlich. Aber überall in Europa werden die Zeiten für dieses Volk immer härter. Dabei zeigt die hohe Qualität der Hybridität in der Sinti und Roma Kultur welche Rolle sie als Vorbild für die heute anstehende Herausforderung der Integration spielen können.
Der in Austin, Texas lebende Künstler Oliver Rajamani -begleited von Anwar Alamnund Faruk Mirza Sidik-, und Alfred Ullrich stellen den Kern der Künstler dar, die zusammen mit weiteren kulturellen Aktivisten künstlerisch und im Gespräch das Potenzial einer gemeinsamen Zukunft herausarbeiten werden.

Zoro Babel & Andrea Lesjak

Foto: Andrea Lesjak, „pipeline-cut“, BTON-Studio München 2008.
05.07. -07.07.2012 Beginn: jeweils 20 Uhr
Drei Konzerte und Klanginstallation:
Programm der einzelnen Abende:
5. Juli – Zoro Babel (Dr, Electronic)
6. Juli – Elmar Guantes (Kb) und Zoro Babel (Dr,Electronic)
7. Juli – Mathis Mayr (Electr), Elmar Guantes (Kb) und Zoro Babel (Dr, Electronic)
Es sind Fundstücke, zu klanglichen Versuchszwecken aufgebaut und sichtbar gemacht. Sie sind gekerbt, verformt und angerissen. An drei Abenden werden Sie bespielt und zur Aussendung unterschiedlichster Schallwerte gebracht – zweckentfremdet und zur Inspiration freigegeben. Die zu Instrumenten verwandelten Objekte werden mit Schlagzeug, Elektronik, Kontrabass und Mischpult kombiniert. Dabei wird das musikalische Repertoire der Musiker ebenfalls auf die Probe gestellt. Rhythmische Drehmomente setzen heftige Querspannungen frei, nicht immer kontrollierbar, aber unverzichtbar.

„Free to some extent“

Ausstellung mit Fotografien von jugendlichen Flüchtlingen und Nanni Schiffl-Deiler und einer Audiodokumentation von Anne-Isabelle Zils

 
Vom 14. bis 16. Juni 2012.
Donnerstag, 14.6., 20 Uhr:Eröffnung
Freitag: 15.6., 20 Uhr: Vortrag von Sara Pfau(Bayerischer Flüchtlingsrat)
 Samstag, 16.6., 20 Uhr: »Über den Zaun« –Eine Gesprächsrunde mit dem Philosophen Pravu Mazumdar,Nanni Schiffl-Deiler,Anne-Isabelle Zils, jugendlichen Flüchtlingen und Gästen.

NOISE ABEND Edition 1

kuratiert von Marie Bendl und Anton Kaun
02.06.2012 – 21 Uhr
Mit Andreas Krach (Berlin)
    Dj Hütte (Bayern)
    Lafidki (Frankreich)
DJ Huette ist das nervige Kind das keiner mag. Angekettet an die Heizung seines Spielzimmers schreit er nach einer Vergangenheit die ihn nie gekannt hat. Seine Finger sind Nadeln, seine Mama ist die schwarze Gerillte. Wo du stark bist, kennt er nur Furcht. Wo du frei bist, ist er devot. Nur er hat die Bedeutung der Kassette nicht vergessen.  Nur er spielt die Musik die keiner brauchen will.
http://www.youtube.com/watch?v=jwfcvhdhS_o
Der mürrische elektroakustische Tagelöhner Andreas „Krach“ Stoiber
präsentiert ein von Alvin Luciers „I am sitting in a room“ stark
beeinflusstes Stück für analoge Kassetenverdichtung.
Kassettenrauschen wird bis zur ultimativen Übersteuerung getrieben.
Zwei Kassetten berauschen sich gegenseitig bis zum Kollaps.
http://www.youtube.com/watch?v=WOXVy5bJSD8&feature=related
Lafidki
Lafidki is Saphy Vong a sound and visual artist.
he has played alone and in collaboration on places such as Helsinki (Myymälä 2), Bangkok (Nospace Gallery), St Petersburg (Erarta Contemporary Art Museum),New York (Xpo929) Berlin (White Rabbit Gallery), Arkaoda (Istanbul)..with Hype Williams, KXP, Lydia Lunch..

He’s an Paris/Nancy-based solo musician with a background from Cambodia who is messing around with abstract electronics, noise and sequenced multi-layered rhythms. Playing live is for him always an experiment within the situation of spontaneous thinking and decision-making through the energy of people & space.Collaborations include the projects METRO:LIBIDO (with Imran Khan), MONOSOURCIL (with Pavel Viry, Boris Viry and Gaetan Belhenniche), Marie-Pascale Hardy (LEYLI), ABSYNTHAX with Ivan karib (MPALA GAROO), Zack Kouns and Rory hinchey, Dustin Wong (Ecstatic sunshine, Ponytail..) .
He is running the label Steak au zoo (Les Trucs,Electric Electric..) and organizer of a concert series for noise, experimental and free music, “GROLDEBOX”.
http://www.youtube.com/watch?v=zzsoHlcoeqo&feature=related
Wir freuen uns auf euren Besuch!!!
 

 

„ZWISCHEN ZWEI STÜHLEN“ 

Perfomance zur Situation jugendlicher Flüchtlinge in München
Von Anne-Isabelle Zils und Karnik Gregorian

22.05.2012 -20 Uhr
Anhand von selbstverfassten Texten,  Gedichten,  Liedern und kurzen
szenischen Darstellungen berichten die jugendlichen Flüchtlinge von
ihren Beweggründen die Heimat zu verlassen,  ihren Erfahrungen auf der Flucht,  ihrer Lebenssituation hier und der drohenden Abschiebung in  Drittländer oder ins Heimatland.  Aus aktuellem Anlass geht es hier vor allem um die Situation der jugendlichen Flüchtlinge aus
Afghanistan. Eine Abend,  der in Zusammenarbeit mit der Initiative
‚Jugendliche ohne Grenzen’ und dem Bayrischen Flüchtlingsrat
entstanden ist., Eingeladen in den Dialog mit den Jugendlichen zu
treten wurden Vertreter aus Politik,  Stadtverwaltung und
Unterstützerverbänden der Flüchtlinge.

In Zusammenarbeit mit: Sara Pfau(Bayrischer Flüchtlingsrat),  Nako,                          JOG-Bayern

 

TOM WU (Live)  / JASON ARIGATO(Live) / DJ RELLE BÜST

TOM WU:
Schlagzeuger von „Kamerakino“, „Parasyte Woman“, Hans Platzgumer, „Apparat Hase“ und „Dizzy Erol“, sowie Musiker bei „The Lazy“ und „Das Weisse Pferd“ präsentiert seine eigene Musik, vorgetragen mit Schlagzeug, Sequenzer und Gesang.
„Die Musik von Tom Wu ist eine Mischung aus aufdringlichen Bassläufen, überambitionierten Schlagzeug und pathetischen Jammergesang. Wu’s Bühnenpräsenz, er ist nun einmal Schlagzeuger, ist eher statisch zu nennen, darüber täuscht auch die aufwendige Lichtshow nicht hinweg. Warum die Texte seiner Lieder ausschliesslich Themen wie Furcht, Perversion und Einsamkeit thematisieren, das muss man wohl seinen Therapeuten fragen… nicht jedermanns Geschmack!“ (Kino News, McDonalds)
Tom Wu – Vocals, Drums, Electronica
Flo Decker – Lights
JASON ARIGATO:
Bestückt nur mit Akustikgitarre, Fuzz, Echo und einer speziellen Stimme spielt Jason Arigato (Bassist von Queen of Japan)seine Debut-Single ein. Auf das Einfachste reduziert klingen die beiden Stücke jetzt schon nach zeitlosen Meisterstücken, Juwelen für den Untergrund!
und danach:
DJ RELLE BÜST (Parasyte Woman / Kamerakino / Landlergschwister)

 

„Die letzten Tage der Menschheit oder der Untergang der Welt durch schwarze Magie“

Eine Theater-Installation nach Karl Kraus.
von und mit: Bülent Kullukcu, Anton Kaun, Dominik Obalski
Premiere: 30.03.2012 – 20 Uhr
Weitere Vorstellungen: 01.4 / 05.04 / 06.04 / 15.04. 2012 jeweils 20 Uhr
Die letzten Tage der Menschheit von Karl Kraus ist in den Jahren 1915–1922 als Reaktion auf den Ersten Weltkrieg entstanden. In über 200 nur lose zusammenhängenden Szenen, die auf wahren Quellen beruhen, wird die Unmenschlichkeit und Absurdität des Krieges und der Welt dargestellt. Karl Kraus selbst hatte das Stück zunächst für unspielbar erklärt :
„Die Aufführung des Dramas, dessen Umfang nach irdischem Zeitmaß etwa zehn Abende umfassen würde, ist einem Marstheater zugedacht. Theatergänger dieser Welt vermöchten ihm nicht standzuhalten.“
Über ein Drittel des endgültigen Textes ist aus Zitaten montiert: aus Zeitungen, militärischen Tagesbefehlen, Gerichtsurteilen u.a. Kraus schrieb darüber im Vorwort:“ Die unwahrscheinlichsten Taten, die hier gemeldet werden, sind wirklich geschehen; ich habe gemalt, was sie nur taten. Die unwahrscheinlichsten Gespräche, die hier geführt werden, sind wörtlich gesprochen worden; die grellsten Erfindungen sind Zitate.“
In dieser installierten Theater Inszenierung wird die Welt die wir kennen in eine illusorische Modell – und Videolandschaft verwandelt, in ihrer Monstrosität erfahrbar nur durch die Linsen verschiedener Kameras, welche geführt werden durch Realisateure . Die Anhand Kraus Stück und unter Verwendung anderer Text Fragmente, eine Bestands Aufnahme projizierter Emotionen und Schmerzen durch die heutigen modernen Kommunikation Mittel der Menschheit zeigen. Unsere „Beschleunigung der Wirklichkeit“, sowie Mutation durch diese schwarze Übermagie in Untote eines alles bedrohenden „Cannibal Holocaust“ .
Konzept und Idee: Bülent Kullukcu
Musik, Video, Bühne, Licht, Realisation:
Bülent Kullukcu, Anton Kaun, Dominik Obalski

 

INTEGRIER-BAR 4: Das subversive Spiel der Operette: die Geburt des Pop aus der multikulturellen Gesellschaft

Kann die Wiener Operette als bisher ungehörte Vorläuferin der Pop-Musik des 20. Jahrhunderts betrachtet werden? Finden wir nicht schon hier Diskurse entlang von High Art & Low Art, von künstlichen wie utopischen Mischwelten zwischen Exotica, Erotica, Narcotica, getragen von einem urbanem, kosmopolitischen Fashion-Pack? Und wie kam das „feminised image of Felix Austria“ als Saturday Night Operetten-Fieber nach Hollywood?
Theorie-Performance: Didi Neidhart (Salzburg; Favorit-Bar) Musik: Michael Suttner (Tenor) sowie Schüler des IMAL

 

 

IMRAN AYATA : REVOLUTION OHNE REUE

Lesung mit anschließendem Clubabend:„Club de Kanaque“
Imran Ayata liest am 15. März 2012, um 20.30 Uhr, in der Galerie Kullukcu Gregorian aus seinem neu erschienen Roman „Mein Name ist Revolution“
 Der Roman ist eine Liebeserklärung an das urbane Leben – und die Geschichte von Devrim, dessen Eltern in den 70ern nach Deutschland kamen und über Nacht mit einem Lottogewinn reich wurden. Sein engster Vertrauter ist Onkel Ahmet, Kommunist, Reisegefährte und Freund fürs Leben. Imran Ayata erzählt mit Sinn für Komik und Blick fürs Ganze. Inmitten einer sich cool gebenden Hauptstadt Berlin verbergen sich Geschichten und Welten, die manchem vertraut, vielen aber völlig unbekannt sein dürften.
Im Anschluss daran gibt es dann Musik und einen „Club de Kanaque“ mit Bülent Kullukcu und Imran Ayata. Es wird gespielt:Turkish Psychedelic Music und Gastarbeiter Rock.
Hier schon mal ein Vorgeschmack:
http://www.youtube.com/watch?v=vaavr-cjNBc
http://www.youtube.com/watch?v=8QL1JzeAjAs&feature=related
Stimmen zum Buch
„Jedes Wort, jeder Laut sitzt perfekt, ist präzise abgelauscht. Ein Glücksfall.“ Der Tagesspiegel.
„Ayatas Buch ist eine schöne Hommage an das wilde Leben, an die große Stadt und die guten Freunde, an einen Alltag zwischen Rausch und Reue, der keine existentiellen, aber metaphysische Mängel kennt, er ist Liebes- und Bankrotterklärung in einem.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Ayata schildert diese Fahrt des Partyberlinerns in die archaische Herkunftswelt seiner Eltern großartig, vollkommen unfolkloristisch und genau.“ Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
„Mein Name ist Revolution ist neben vielem anderen auch ein bemerkenswerter Großstadt- und Nachtroman.“ Südwest Presse
Zum Autor
Imran Ayata, geboren 1969 in Ulm, lebt in Berlin. Fan des Clubs Galatasaray Istanbul und Mitbegründer von Kanak Attak. Im Hauptberuf Geschäftsführer einer Kommunikationsagentur. Nach seinem Studium der Politologie legte er 2005 mit seinem Erzählband Hürriyet Love Express (KiWi) sein erstes Buch vor, das große mediale Beachtung fand und von der Kritik als „deutsch-türkische Post-Pop-Literatur“ gewürdigt wurde. 2011 veröffentlichte er einen Beitrag im „Manifest der Vielen“.
„Mein Name ist Revolution“ ist sein erster Roman. Ayata gilt in Deutschland als neue politisch relevante literarische Stimme.

 

 

 

„RANDOM EPIC“- FUNDA GÜL ÖZCAN,

Vernissage: 08.03.2012 19 UHR
Dauer :09.02.2012 – 17.03.2012
Funda Gül Özcan
1984 geboren in Garmisch-Partenkirchen
Meisterschülerin von Prof. Stephan Huber seit 2011/Akademie München
Medien: Performance, Video, Videoinstallation
„Random Epic“ – eine Ausstellung, eine regellos, willkürlich anmutende heroische Erzählung. Es sind zusammengereihte Bilder entstanden aus einer intuitiv nachvollziehbaren Gedankenkette der Schaffenden. Zu sehen sind Protagonisten, Andeutungen von Stereotypen, die wie Erinnerungen aus dem Bildgedächtnis des Betrachters auf der Projektionsfläche konserviert wurden.
Es sind narrative Versatzstücke, die den Betrachter in einen Zwischenbereich transportieren und er sich somit in einem Psychogramm der Künstlerin wiederfindet. Es geht dabei nicht um Darstellungen authentischer Erlebnisse sondern vielmehr um die Manipulation durch Videobild und Sound. Das Auslöschen von Empfindungen, eine Art Parallelschaltung der Emotionen zwischen der Darstellung und dem Rezipienten. Hierbei wird der Betrachtende kompositorisch in das Konzept integriert.
Wie generieren sich Sinnzusammenhänge?
Zitat Funda: „Empfindet man Trauer, so ist es Trauer und nicht mehr. Dasselbe wie mit der Freude, doch ist die Freude nicht so elementar und nicht so tiefwirkend wie Trauer oder Hass. Man kann ja nicht vor Freude traumatisiert werden.
Ich führe mich selbst durch meine Gefühls- und Gedankenketten aus der unerschöpflichen Erinnerung meines Daseins. Bis ich an einem Punkt ankomme, an dem Trauer, Freude, Erregung und Mitgefühl nicht mehr zu unterscheiden sind.“
Die Einzelausstellung ist eine Art Reiz-Reaktions-Experiment. Zu sehen sind drei Videoinstallationen mit einem allgegenwärtigem Sound, der die einzelnen Projektionen in eine Klammer setzt.
Installationen
Video: „behind the Taunt“ Loop, Projektionsfläche, Holz, Blech
Der Darsteller ist ein Krump-Tänzer. Krumping ist eine sehr expressive und aggressive Art zu tanzen. Sie wird häufig als Abbau von Frust interpretiert. Wesentlich entwickelt aus „Stomps“ (Stampfen) und „Chestpops“ (Die Brust blitzartig hochschellen lassen). Die Krumper erzählen durch ihre Bewegungen ihre Geschichten, die sogenannten „Taunts“. In Fundas Videoskulptur werden diese durch ihren eigenen Blick neu definiert. Somit liefert der Tänzer keine Show ab, sondern tanzt sich viel mehr in einen gefühlsgeladenen Zustand.
Video: „the Stroke“ Loop, Projektionsfläche geteilt
In „the Stroke“ ist die nonverbale Kommunikation der Ausgangspunkt. Die in der Installation zu sehende Geste überträgt eine Bedeutung, die vom Betrachter auf instinktive Weise aufgenommen wird. Das Verständnis setzt später ein und kontrolliert oder verändert den Gemütszustand.
Video: „solemn“ Loop, Projektion auf Papier, Holz
Die Arbeit „solemn“ (übersetzt:feierlich) ähnelt einem sakralen Bild. Doch ist sie sehr weitgreifend: man könnte an eine Nasszelle im Gefängnis denken, an einen Ort wie einen Nachtklub oder an die zeitgenössische Interpretation einer Kreuzabnahme.

Rumpeln Live Konzert + Special Guest 02.03.2012 – 21 Uhr

RUMPELN (aka Anton Kaun)

„is das musik? oder kunst? oder stürtzt da gerade das soundsystem ab und der is sauer? ich verstehe das nich…“ (rennsalami, youtube)

Stör mit Herzen. Lust am Kontrollverlust. Un-/Verkalkulierter Noise! Verwendung finden: Videosamples, Piezo-mirkos, Laptop, Bodeneffekttreter, Tüten, Massbänder, Walkie-Talkies, Walkmans, ….
Es wird ge-/verdreht, zer-/geschlagen, zer-/gekratzt, ge-/verflucht, be-/ent-/aufgeladen, be-/entschädigt, ent-/verzerrt, gebr-/zerknüllt, ver-/gegessen und um-/ge-/wegge-/beworfen.
Alles passiert ungerade und im moment ! Nazi-Industrial Fuck Off!!
Veröffentlichungen auf: Kollaps, Dhyana-Records, Save The CD-R und YRUSMTSIM.
Anton Kaun (aka Rumpeln aka Kaundown (VJ) aka Sonytony) ist Video-/Noise-Artist und schafft in und um München oder ganz woanderst. Visuelle Zusammenarbeiten (LiveVisuals, Videoclips,…) fanden und finden statt mit u.a. Ammer und Console, Slut, Tied and Tickled Trio, Carl Oesterhelt, Bülent Kullukcu,… sowie mit diversen Theaterproduktionen. Musikvideos produzierte er für ua: The Notwist, Console, Lali Puna, Genration Aldi, Zombie Nation, Ms John Soda,.. Als VJ ist er tätig ua für die Münchener Clubs HarryKlein und Rote Sonne. Solo tritt er auf und veröffentlicht unter Rumpeln (Noise-Video, Video-Noise) und Sonytony (Videodrum, Bass, Noise, Grindcore).

links-propaganda:
www.rumpeln.de
www.myspace.com/rumpeln

Im Rahmen der Noise-Soirée mit Anton Kaun und Marie Bendl werden Auszüge einer Privatsammlung von Video- und Audiobändern, die seit 2005 im städtischen Raum aufgefunden wurden, zu sehen und zu hören sein.

It might hurt a little
Marie Bendl, 1’10“
Von der Straße aufgelesenes und in ein neues Tape geklebtes VHS-Fragment. Während sich das Band durch mehrmaliges Abspielen glättet, herrscht Agonie im Loop: „It might hurt a little…“ -„It’s ok.“

Entsetzen! Horror!
Sehen Sie jetzt auch Ausschnitte aus unserem aktuellen und zukünftigen Video-Programm
Marie Bendl, 2’13“
Ein Leihkassetten-Trailer „kopfüber“ geklebt. Zombies werden von der ins Bild ausreißenden Tonspur, die den Videokopf anfällt, zum Ausbluten gebracht.

drönendes-Betty-Boop-input:
Live-VHS-Tonkopfexperimente

Marie Bendl versetzt in der Vermittlung ihrer privaten Sammlung das Staunen der Wunderkammer in den Modus des „mal d’archives“. Im Zentrum stehen dabei Fragen zum Verhältnis von Kunst und Sammlung, zum Sammeln als Kunst in Form von Künstlerwunderkammern (z.B.: Werner Nekes), aber auch die Problematik von Kunst, die in Ton- und Videoarchiven zusehends verrottet.

 

 

 New Turkish Cinema

 

 
 
Die Galerie Kullukcu Gregorian, in der Münchner Schillerstraße wird vom 22. bis zum 25. Februar 2012 ein zweites mal zum Kino. Thema: Türkischer Independent Film.
An drei Abenden werden jeweils ein Kurzfilm und ein Langfilm im Rahmen der Filmlecture „New Turkish Cinema 2012“ gezeigt und von Filmemacher Ayhan Hacıfazlıoğlu kuratiert. Zum Abschluss der Filmreihe gibt es ein Live Konzert mit „Majmoon“.
Die Galerie mit Focus auf zeitgenössische Kunst aus der Türkei, wurde von Regisseur, Komponist, Musiker und bildendem Künstler Bülent Kullukcu gegründet.
Kurator Hacıfazlıoğlu, der aus Istanbul stammt, war unter anderem als Regieassistent bei preisgekrönten türkischen Filmen wie „Maruf“ und „“Takva“ tätig. Im März beginnen die Dreharbeiten für seinen neuen Film.
„New Turkish Cinema 2012“ findet in Kooperation mit dem Raumwandler e.V., ein freier Zusammenschluss engagierter Film und Kunstschaffender statt, und wird vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München unterstützt.
Mi. 22.02.2012 – 20:00Uhr
Tabutta Rövaşata (Somersault in a Coffin)
Der Film handelt von Mahsun, einem liebenswerten Außenseiter, der auf der Straße lebt. Um sich vor der Kälte des Winters zu schützen, fährt er nachts mit geklauten Autos spazieren, bringt am nächsten Morgen die Luxusschlitten aber liebevoll poliert zurück. Als er sich in eine drogensüchtige Frau verliebt, nimmt sein gewohntes Leben eine neue Wendung.
Regie: Derviş Zaim / TUR 1996 / OmeU
Do. 23.02.2012 – 20:00Uhr
Karpuz Kabuğundan Gemiler Yapmak (Boats out of Watermelon Rinds)
Der jugendliche Melonenverkäufer Recep und sein bester Freund, der Friseurlehrling Mehmet, teilen in ihrem Anatolischen Dorf die gleiche Leidenschaft für Filme. Mit einem selbstgebastelten Projektor versuchen sie ein Kino aufzuziehen, doch das ist schwerer als gedacht. Seit kurzem kommt für Recep noch eine weitere Leidenschaft hinzu: Nihal, hübsche Tochter der Witwe Nezihe.
Die Erinnerungen an eine Jugend auf dem Land verarbeitet Regisseur Ahmet Ulucay zu einem heiteren Drama um Liebe und die hohe Filmkunst.
Regie: Ahmet Ulucay / TUR 2004 / OmeU
Fr. 24.02.2012 – 20:00Uhr
Çoğunluk (Majority)
Kurz vor dem Schulabschluss steht Mertkan ziellos und orientierungslos da. Vater Kemal, Bauunternehmer im modernen Istanbul, drängt auf Militärdienst und Nachfolge im Betrieb, die Mutter beklagt ihre unsensiblen Männer, mit den Freunden hängt Mertkan in der Mall, auf der Eisbahn und in der Disco ab. Die kurdische Kellnerin und Soziologiestudentin Gül aus der anatolischen Stadt Van, die nichts verlangt, aber viel gibt, könnte Mertkans Anker und Rettung sein.
Ein „Familienfilm“ eigener Art, rau, authentisch und ungeschönt.
Wurde in Venedig ausgezeichnet mit dem goldenen Löwen.
Regie: Seren Yüce / TUR 2010 / OmeU
Sa. 25.02.2012 – 21:00Uhr
Live Konzert „Majmoon“
Majmoon erforscht Formen des experimentellen Rocks durch audiovisuelle Interaktionen. Mit der Zeit wechselte Majmoon die Originalbesetzung und es entstanden verschiedene Projekte durch die Kooperation mit anderen Musikern und Performancekünstlern. Aktionen wie MajMusicalMonday, MajMusicalRadio und verschiedener musikalischer wie filmischer Co-Produktionen, ist Majmoon Rockband und Kunstprojekt zugleich. „Procedure in case of breakdown“ ist die aktuelle audiovisuelle Konzertperformance, in welcher Josip Pavlov, Asmir Sabic, Sascha Saygin und Gene Aichner eine Harmonie aus Trance/Rock/Noise/Chaos kreieren.
Nachdem Konzert Balkan Noise Djing mit Asmir Sabic und Josip Pavlov.
Majmoon auf Web :

 

 

 

MENSCH-Gereon Kratz @
Galerie Kullukcu Gregorian

 

Vernissage: 09.02.2012     19 UHR
Dauer     : 10.02.2012 – 25.02.2012
Gereon Kratz geboren 1978 geboren in Deutschland lebt und arbeitet in Deutschland und Venezuela.
In seinen Werken kann man sowohl den akademische Einfluss als auch Einflüsse der Street Art, genauer gesagt des Writings erkennen. Seine Bildersprache setzt sich zusammen aus abstrakter sowie gegenständlicher Malerei, Grafiken und Zeichnungen. Diverse Reisen und Auslandsaufenthalte in Grossteilen Europas, des Nahen- und Mittleren Ostens, sowie des Nord-, Mittel- und Südamerika beeinflussten sein Schaffen stark.
Neben Anatomie und Portrait, Landschaftsmalerei und Architektur setzt er sich in seinen Bildern sowohl mit existenziellen Themen, aktuellem politischem Zeitgeschehen, als auch mit emotionalen Eindrücken auseinander.
In der Ausstellung: „MENSCH“ ist der Mensch sinnigerweise zentrales Thema im Großteil der Arbeiten von GEREON KRATZ.
Er stellt ihn in diversen,oft auch umstrittenen Charakteren dar.Er betrachtet sein Innenleben und versieht ihn mit Eigenschaften,die der Betrachter möglicherweise erspüren kann.Dieser Mensch , in verschiedenen oft extremen emotionalen Momenten, als komplexes Individuum der Natur.
Kratz beschränkt sich nicht nur auf die Anatomie,sondern haucht seinem Menschen Wesen und Charakterzüge ein.Er lässt seine Figuren in einem neutralem Licht erscheinen. Dabei zeigt er sie fast immer in ihrer Fehlbarkeit.

 

INTEGRIER-BAR 3

Arabischer Frühling–Europäischer Herbst?

(Wann)Kommt die Revolution auch zu uns?

am Samstag 17.12.2011- 20Uhr 

Euro Krise und Ghadaffi-Dämmerung, Fukoschima . Die Welt in der wir aufwuchsen wankt.
Fast ein Jahr nach Ben Alis Abgang fragen wir: was hat die (eine?) Revolution (uns) gebracht.
Klärungsbedarf! Kann post-koloniale Theorie helfen das Phänomen besser zu verstehen? Wir treten den Labortest an und untersuchen ob unser koloniales Weltbild damit (endlich) überwunden ist? Ist die arabische Welt damit zur Avantgarde geworden?
Bedeutet dies für Europa einen Abstieg oder einen Neuanfang?

Podium:

Stefan Winkler (Vorstand Goethe e.V. Zentrale): ehemaliger Programme Manager des Goetheinstituts Alexandria

Sammy Khamis:  Blogger und Journalist (BR/Radio FM4.orf.at) mit aktuellem Bericht aus Kairo
Pravu Mazumdar: Philosoph (http://www.uni-stuttgart.de/philo/index.php?id=643) und Autor (Das Niemandsland der Kulturen)
Filmbeitrag: Sara Duana Meyer, Kulturmanagerin und Literaturwissenschaftlerin  (http://kunstwerk-stadt.de/2011/09/sara-duana-meyer/)

Moderation: Kuros Yalpani (politube.org)
Organisation: Peter Pfaff/Sandra Chatterjee

Video: Bülent Kullukcu

 

CITYSCAPES

ISTANBUL – NEW YORK – MÜNCHEN

MADDY ROSENBERG + MUSTAFA PANCAR

City_Scapes

Ausstellungsdauer: 9. Dezember 2011 – 15. Januar 2012

Anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei hat das US-Generalkonsulat München den Istanbuler Künstler Mustafa Pancar und die New Yorker Künstlerin Maddy Rosenberg nach München eingeladen. Inspiriert von ihren jeweiligen Heimatstädten und der Gastgeberstadt München werden die beiden in der Galerie Kullukcu&Gregorian im Verlauf des Monats November urbane Landschaften schaffen. Anhand des Artist in Residence-Projektes “Cityscapes” wird ersichtlich werden, was moderne Einwanderungszentren wie Istanbul, New York und München länder- und kontinentübergreifend verbindet. Konzepte wie Integration, Identität und Heimat werden in begleitenden Diskussionsveranstaltungen thematisiert werden.

On the occasion of the 50th anniversary of the signing of the recruitment agreement between Germany and Turkey, the U.S. Consulate General Munich has invited Istanbul-based artist Mustafa Pancar and New York-based artist Maddy Rosenberg to Munich to celebrate diversity through the arts. Over the course of November, the two artists will collaborate to create urban landscapes at Kullukcu&Gregorian Gallery. These works will be inspired by the vibrant urban tapestries that are woven together in their respective home cities and in Munich. The artist-in-residence project “Cityscapes” will spill onto canvas a reflection of the dynamic elements that bind together cities like Istanbul, New York and Munich, which have a rich history of immigration. Concepts like integration, identity and homeland will be addressed in accompanying programs.

Almanya ile Türkiye arasındaki iş gücü anlaşmasının 50. yıldönümü nedeniyle Amerika Birleşik Devletler Münih Başkonsolosluğu İstanbullu sanatçı Mustafa Pancar ve Nev Yorklu sanatçı Maddy Rosenberg‘i Münih‘e davet etti. Kasım ayı esansında Kullukcu galerisinde, geldikleri kentler- den ve misafir oldukları Münih kentinden esin alarak kentsel manzaralar yaratacaklar.

Veranstalter: Galerie Kullukcu&Gregorian / US-Generalkonsulat München / BAZ Amerika Haus München

Integrier-BAR 2: Parcours Migrando: Fit für die Metropole der Diaspora und Migration

Samstag 12.11.2011- 21Uhr

Fühlt Ihr Euch manchmal schlaff und matt wenn Ihr von der Leitkultur gelangweilt werden?

Tut etwas dagegen, macht Euch fit in der Integrier-BAR! Am 12.11.2011 findet ein freies Training in der Form eines „Open Space“

statt. Ein Trainingsteam führt Euch durch einen Fitness-Parcours: ein „Open Space“ zum Mitreden, sich Einmischen, mitten im südlichen Bahnhofsviertel, mitten in der neuen deutschen Gesellschaft.

Werdet fit für die kulturelle Vielfalt in der Metropole des globalen Nordens, auch die provinzielle!

Euer Trainingsteam / Eure Bar-Belegschaft

Integrier-Bar 2 mit:

Sandra Chatterjee, Simone Egger, Karnik Gregorian, Anil K. Jain, Pravu Mazumdar, Peter Arun Pfaff, Julian Warner, Kuros Yalpani, Anne-Isabelle Zils.

Die Integrier-BAR ist eine neue Veranstaltungsreihe, ein Gesprächs-, und Diskussionsangebot zu kritischen, post-migrantischen

Themen, sowie (darin gut integriert) ein geselliges Ereignis. Künstler, Aktivisten und (post-koloniale) Theoretiker überwinden die

Un-Kultur der so genannten Integrationsdebatte.

TURBO WORKS

Gruppenausstellung.
Kuratiert von Antonio Cosentino ,Bülent Kullukcu
Turbo_Works_2.jpg
Vernissage: 6. Oktober 2011, 19 Uhr
7. bis 29. Oktober 2011.

Die Galerie Kullukcu&Gregorian beendet ihre Sommerpause und startet mit einer Gruppenausstellung in die nächste Saison, über deren glückliche Realisierung wir uns besonders freuen.

Antonio Cosentino, einer der Hauptvertreter der türkischen „Next Wave“, zeigt uns nach seiner viel rezensierten Einzelausstellung „Time Tunnel“, im März 2011, jetzt mit TUBRO WORK sechs Künstler der aufstrebenden Kunst-Metropole Istanbul, die teilweise zum ersten Mal in Deutschland ausstellen.

Wie immer interessiert uns an diesen zeitgenössischen Künstlern aus der Türkei ihr besonderer Blick auf die Realität: Sie leben und arbeiten in einem Land, das bekanntlich gerade erst ankommt, wo wir schon lange sind – im Westen. Das gemeinsame Thema der Künstler ist nun: Leben und Arbeiten und es dennoch Leben nennen. TUBRO WORKS beschreibt mit erschütternd unverfälschtem Blick, wie die Gesellschaft unserer Epoche unbewusst funktioniert. Da ist die Teilung von Privatem und Arbeit, die Verquickung von Arbeit und Freizeit und letztlich als Resultat ein Unbehagen, welches mit der Vorahnung von der Seelenlosigkeit der Waren, mit denen wir uns umgeben, beginnt.

TURBO WORKS kreist um die Rolle der Kunst in diesem Gefüge. Die Hypothese: Kunst bietet noch Jenseits-Raum, einen Raum, der in vor-industrieller Zeit außer Frage stand. Die Seele des Künstlers ist in der Kunst noch präsent. Die Fragen, die Tagträume und Utopien eines Einzelnen nehmen hier noch Dialog zu einem Zweiten auf. Und sie öffnen damit vielleicht sogar den letzten Freiraum, in dem Nachdenken außerhalb der gesetzten Standards funktioniert.

Die ausstellenden Künstler:

Volkan Aslan, geboren 1982 in Ankara. Multimedia-Künstler. Thema: Gender
Gozde Ilkin, geboren 1981 in Kutahya. Mitglied der Gruppe Atilkunst. Stoffe, Leinwand, Papier.
Inci Furni, geboren in Bursa in 1976. Zeichnung, Malerei,Skulptur. (Stipendiatin 2010 der Villa Waldberta,)Tutzing).
Juan Botella Lucas, geboren 1970 in Spanien lebt in Mersin Türkei. Skulptur,Installation.
Erdal Buldun, geborn 1964 lebt in München, Fotografie.
Antonio Cosentino,geboren 1970 lebt und arbeitet in Istanbul , Malerei und Skulptur.
Ayhan Hacıfazlıoğlu, geboren 1977,lebt in istanbul, Regisseur, Video Installation, Film.
Kurator Antonio Cosentino, geboren 1970, zählt zur Gruppe Hafriyat (zu deutsch: Aushub). Das Künstlerkollektiv vollzog in den 1990er Jahren den Bruch mit der traditionellen Kunst der Türkei

 

Pravu Mazumdar: „Im Niemandsland der Kulturen“

01.10.2011 Beginn: 21 uhr
Die Integrier-BAR ist eine neue Veranstaltungsreihe, ein Gesprächs-, und Diskussionsangebot zu kritischen, post-migrantischen Themen, sowie
(darin gut integriert) ein geselliges Ereignis. Künstler, Aktivisten und (post-koloniale) Theoretiker überwinden die Un-Kultur der so genannten Integrationsdebatte.
Die Eröffnung der Integrier-BAR findet am 1. Oktober 2011 mit dem Philosophen Pravu Mazumdar statt. Er ist der Autor des Buches „Das Niemandsland
der Kulturen“ (Matthes&Seitz 2011). „Aus dem Niemandsland der Kulturen, dort, wo
keine Identifikationsmaschinerien am Werk sind, berichtet Pravu Mazumdar über den Krieg der Kulturen und legt seine wahren Wurzeln bloß. Er sieht sie in kollidierenden Paradiesvorstellungen, für die paradigmatisch Migration und Tourismus als die beiden großen entgegen gesetzten Bewegungen in Richtung jeweils anders imaginierter Glücksräume stehen.“
Pravu Mazumdar, 1952 in Indien geboren, ist freier Autor, Übersetzer und Dozent in München. Er studierte Physik und Philosophie. Seine Arbeitsgebiete sind ›Theorien der Moderne‹, ›Ereignisphilosophien‹ und ›Kunstinterpretationen.

 

 

ANTON KAUN.
WWROOOONNGG |STÖRUNG. KONTROLLE. FALSCH

Exhibition: ANTON KAUN | OPENING JUNE 1, 2011 | 19.00
DURATION: 02.06.2011-18.05.2011

Anton Kaun. WWROOOONNGG |STÖRUNG. KONTROLLE. FALSCH
Vernissage: 1. Juni 2011, 19.00 Uhr
Dauer:      2. Juni bis 18.06.2011
 
Vom 1. Juni – 18 Juni 2011 zeigt die Galerie Kullukcu Arbeiten des Künstlers Anton Kaun, geboren 1974 in Bayern, Deutschland, aka Kaundown aka Rumpeln aka Sonytony aka Sid Visuals.
In seinen Videos, Objekten und Live Performances inszeniert sich der Künstler selbst in verschiedenen Rollen. Schon sehr früh experimentierte er mit Kassettenrekordern, bevorzugt mit der Aufnahme-Funktion. Mit 12 Jahren drehte er dann erste Super-8-Filme. In der Jugend eröffnete ihm ein Yamaha-Sampler das Feld des Exerimentierens mit Musikteilen und die Option, die Versatzstücke im neuen Kontext zu verwenden, und zu verwerten.Anfang der 90-er Jahre begann er vorrangig in Form von Noise Performances aufzutretten, da Rhythmus für ihn allerdings kein Raster ist sondern eine Frage der Selbstbestimmtheit und Freiheit ist, war es nur konsequent, die eigenen Noise-Persönlichkeiten auf Solopfaden zu entwickeln und damit trotz völliger Abkehr vom Mainstream erfolgreich zu sein. Später begann Anton Kaun mit Videos zu arbeiten, das Video ist sein Instrument geworden, mit dem bei jeder Performance neue, spontane und extrem energiegeladene Klang-Motiv-Gebilde in der Improvisation entstehen. Manchmal wirken Bühne und Ausstellungsraum wie ein Kriegsgebiet, auf dem Anton Kaun die verfeindeten Techniktruppen für seine Kunst dirigiert und selbst mitten im Zentrum involviert ist während er die Stimmung des Augenblicks zum Thema macht.

Die von Anton Kaun arrangierten und in der Ausstellung” WWRoOOoNNGG” präsentierten Arbeiten in der Galerie Kullukcu, zeigen sein zentrales Thema : Den Fehler, die Störung und die Kontrolle bzw. deren Verlust. In ihnen spielt der Künstler die Rolle einer Person , die zum Beispiel den Fehler zulässt. Das eigene Scheitern systematisch provoziert, die Sicherheit und Angst hierdurch ausschaltet.Er zerstört um komplexe Bild- und Bewegungswelten entstehen zu lassen, deren Geschwindigkeit beim Betrachter Offenheit einfordert und ihn mitreißt. Dinge wie planen, proben und der Drang nach Ordnung sind und waren für ihn jeher ein Greul. Großteile seiner Arbeiten, sei es Video, Installation oder Sound sind Handerzeugtes.Der Computer findet Einsatz, dient meist aber nur als Werkzeug. Anton Kaun hält sich lieber zwischen der Null und der Eins auf.

Artistwebsides:
Zitat Anton Kaun:
Andenvideoinputeinesvideomischerswirdderaudiooutputeinesaudiomischersangeschlo
 ssendervideoouputdesvideom ischerwirdwiederrumandenau dioinputeinesaudiomischera ngeschlossenesentstehteineschleifeeinloopvideobilderundzugleichtöneentstehendurchklangveränderungenmithilfevonaudioeffektewiedistortiondelayequalizerverändertsichdasbildmithilfedesvideomischerswerdenvideoeffekteundvideofeedbackserzeugtdiedasaudiosignalverändernundsomitdenklang. Falsch.

 

MURAT AKAGÜNDÜZ.
ADA KITA (ISLAND CONTINENT)

Murat Akagündüz. ADA KITA (ISLAND CONTINENT)
Vernissage: 14. April 2011, 19.00 Uhr
Dauer:      15. April bis 28.05.2011
Murat Akagündüz (*1970) bildet den Schlusspunkt der dreiteiligen Ausstellungsreihe, mit der die Galerie Kullukcu zur Feier ihrer Eröffnung die Istanbuler Gruppe „Hafriyat“ (zu deutsch: Aushub) vorstellt. Nach Mustafa Pancar und Antonio Cosentino kommt mit Murat Akagündüz ein weiteres Gründungsmitglied jener wegweisenden Künstlergruppe zu uns, die Anfang der neunziger Jahre den Grundstein für eine neue Ästhetik der zeitgenössischen türkischen Kunst gelegt hat. Bei uns in Deutschland noch kaum bekannt, werden ihre Künstler international spätestens seit der Biennale Istanbul hoch gehandelt, etwa bei Sotheby’s, London.
In der Regel trifft sich die Gruppe „Hafriyat“ nur um ein gemeinsames Thema zu bearbeiten. Eine besondere Ehre ist uns deshalb, dass auch Murat Akagündüz die Werke, die er in der Galerie Kullukcu zeigt, eigens für diese Ausstellung geschaffen hat. Akgündüz wird in Ada Kita (Island Continent) mittelformatige Bilder von Inseln zeigen, deren utopischer Gehalt noch nicht verbraucht ist. Dafür hat er eine eigene Maltechnik entwickelt: Akagündüz verwendet das Harz des Retsinabaumes – in der Türkei ein traditionelles Mittel zur Wundheilung.

Murat Akagündüz reflektiert in seinen Arbeiten das Individuum in der Welt. Kein Widerspruch ist dabei, dass sich auf seinen aktuellen Werken niemals ein Mensch findet. In einer früheren Phase malte er idyllische Feriendörfer in schreiend bunten Farben. Gerade im Fehlen aller Statisten formulierte sich dabei die vergebliche Sehnsucht nach dem Paradies und die Ironie des kapitalistischen Urlaubstraumes, dessen Erfüllung alle Anstrengung zu rechtfertigen scheint. Fand sich in diesen ölgemalten Bildern noch grelles Pink, so entdeckte Akagündüz vor einigen Jahren das monochrome Retsina-Harz als seinen Werkstoff. Erstmals setzte er das Harz in der Ausstellung Ankara (2007) ein, in der er die Amtsgebäude und Denkmäler der Stadt malte. Spätere Motive waren Ruinen und Orte, an denen sich der Genozid an den Armeniern abspielte. Sepiabraun wie die Erinnerung selbst zeugen hier nur noch verwaschene Spuren von dem, was war. Nicht zufällig gilt das Harz des Retsinabaumes in der Türkei traditionell als Wundheilmittel. Akagündüz malte Orte, deren Wunden noch nicht geschlossen sind.

Die Bilder der Ausstellung Ada Kita (Island Continent) spielen erneut mit Zeit und Raum. Gegenstand sind die Prinzeninseln, eine Inselgruppe im Marmarameer, zehn Kilometer vor Istanbul. In ihrer wechselhaften Geschichte waren diese Inseln Orte des Exils und der Verbannung, Schauplatz der Ermordung politischer Dissidenten, aber immer auch die „Möglichkeit einer Insel“, die den unterschiedlichsten Völkern Zuflucht und Lebensraum zwischen zwei Kontinenten und jenseits nationaler Konzepte bot. Akagündüz schaut auf diese Inseln mit sehnsüchtigem Blick. Er zeigt sie in rauer, bedrückender Schönheit als Momentaufnahmen einer Welt, an der jedes Leben und alle Vorannahmen fehlen. Nicht die Panoramen interessieren ihn, sondern die Details: gewundene Trampelpfade am Ufersaum, verlassene Gebäude hinter einer Böschung, Felsstrukturen, in deren Falten sich die Geschichte der Welt gegraben zu haben scheint. Seltsam fern wirken diese Bilder, aber sie saugen den Betrachter unmittelbar in ihre Szenerie ein. Was verbirgt sich hinter der Anhöhe? Eine neue Utopie? Das monochrome Hintergrundrauschen von Akagündüz‘ Bildern verspricht alles, verrät nichts und überlässt dem Betrachter die Entscheidung, ob es von Möglichkeiten oder von der Unmöglichkeit raunt.

Auf der Vernissage wird der Künstler Ihnen seine Werke nach einer Begrüßung näher bringen. Er ist bereits ab dem 12. April 2011 vor Ort in München und steht für Fototermine und Interviews bereit. Für Imbiss, Raki und Alkoholfreies ist auf der Vernissage, wie immer, gesorgt.

FILMLECTURE. NEW TURKISH CINEMA

Galerie Kullukcu & Gregorian

+

laden ein zu:
FILMLECTURE. NEW TURKISH CINEMA
 
GALERIE KULLUKCU GREGORIAN WIRD IN KOOPERATION MIT DEN RAUMWANDLER E.V. VOM 16. BIS ZUM 20. MÄRZ ZUM KINO. THEMA: JUNGER TÜRKISCHER FILM. INSGESAMT FÜNF WERKE UNTERSCHIEDLICHSTER FILMEMACHER WERDEN IM RAHMEN DER FILMLECTURE „NEW TURKISH CINEMA“ GEZEIGT UND VON FILMEMACHER AYHAN HACIFAZLIOĞLU KURATIERT.DER KURATOR, HACIFAZLIOĞLU, DER AUS ISTANBUL STAMMT, WAR UNTER ANDEREM ALS REGIEASSISTENT KLEINERER TÜRKISCHER INTERNATIONAL UND NATIONAL PREISGEKRÖNTER FILME WIE „MARUF“ UND “TAKVA“ SOWIE ALS VIDEOREGISSEUR TÄTIG. MOMENTAN ARBEITET ER AN SEINEM ERSTEN SPIELFILM-DREHBUCH.

Das komplette Pogram unter:
http://kullukcu.de/?page_id=1650〈=de

-Mittwoch 16.03. 2011 20:30 uhr

İki dik bir bavul (On The Way to School)

Die Dokumentation „İki dik bir bavul“ thematisiert ein Jahr im Leben eines jungen türkischen Lehrers, der kurdischen Kindern in einem abgelegenen Dorf, Türkisch unterrichten soll, ohne annähernd ein Wort Kurdisch zu sprechen. Er fühlt sich wie ein Fremder im eigenen Land.
Regie: Orhan Eskiköy & Özgur Dogan / TUR 2008


Im türkischen Orginal mit englischen Untertitel.
-Donnerstag, 17. März  20:30 uhr
Sonbahar (Autumn)

Der 32-jährige Yusuf wird nach 10 Jahren aus dem Gefängnis entlassen und landet in dem Dorf aus dem er stammte. Einzig seine alte kranke Mutter empfängt ihn wieder, der Vater ist bereits gestorben. In der Tristesse des Bergdorfes, in dem ausschließlich Alte leben, trifft er auf seinen Schulfreund Mikael. Die Beiden lernen die schöne Prostituierte Eka kennen, die aus Georgien stammt. Eka und Yusuf sehen sich nach Liebe, um der Einöde und Einsamkeit des Lebens zu entfliehen. Die Umstände wollen es anders.
Regie: Özcan Alper / TUR 2008

Trailer

Im türkischen Orginal mit englischen Untertitel.

-Freitag, 18. März · 20:30 uhr
Bornova Bornova

„Bornova Bornova“ erzählt die Geschichte zweier Freunde, Salih und Hakan, die ihre Tage damit verbringen, vor einem Supermarkt herum zu hängen. Ihre Träume haben die beiden längst aufgegeben. Salih, vor dem im Viertel alle Angst haben, hält sich mit kleinen Drogengeschäften über Wasser. Hakan wäre gerne Taxifahrer, nachdem seine Fußballkarriere aufgrund einer Verletzung endete, bevor sie anfing. Dann kommt das Mädchen Özlem.
Regie: Inan Temelkuran / TUR 2009

Trailer

Im türkischen Orginal mit englischen Untertitel.

-Samstag, 19. März · 20:30 uhr
Kader (Destiny)

„Kader“ beschreibt eine Dreiecksbeziehung zwischen Drogen, Alkohol, Partys und Liebe. Bekir ist verliebt in Ugur. Ugur liebt Zagor, der Schwierigkeiten magisch anzieht. Zagor landet, nachdem er in eine Schießerei mit zwei Polizisten verwickelt wird, schließlich im Gefängnis. Bekir hofft nun Ugur näher kommen zu können und folgt ihr überall hin.
Regie: Zeki Demirkubuz / TUR 2006

Im türkischen Orginal mit englischen Untertitel.

-Sonntag, 20. März · 20:30 uhr
Gitmek (Gitmek: My Marlon and Brando)

Das Drama „Gitmek“ basiert auf einer wahren Geschichte. Die junge Schauspielerin Ayca macht sich von Istanbul aus auf den Weg in den Irak, zu ihrem Geliebten Hama Ali. In Zeiten, in denen andere versuchen aus dem Irak zu fliehen, versucht sie dort hin zu gelangen.
Regie: Huseyin Karabey / TUR 2008


Im türkischen Orginal mit englischen Untertitel.

TIME TUNNEL VON ANTONIO COSENTINO

VERNISSAGE AM :   03.MÄRZ 2011 19:00 UHR
AUSTELLUNGSDAUER: 04.03.2011 – 09.04.2011

Antonio Cosentino, geboren 1970, zählt zur Gruppe Hafriyat (zu deutsch:
Aushub), jenem Künstlerkollektiv, das in den 1990er Jahren den Bruch mit der
traditionellen Kunst der Türkei vollzog. Diese Gruppe trifft sich in der Regel nur,
um ein gemeinsames Thema zu bearbeiten. Für die Galerie Kullukcu haben drei ihrer
wichtigsten Vertreter Einzelausstellungen vorbereitet. Antonio Cosentino ist in der
Hafriyat-Reihe der zweite Künstler nach Mustafa Pancar (3. November 2010 – 29.
Januar 2011 ) und Murat Akagündüz, der ab dem 14. April – 28. Mai 2011 folgt.
Die Metropole Istanbul befindet sich im Übergang von der alten Republik Atatürks
hin zu einer neuen westlichen Welt,sowie nun aktuell auch die gesamte arabische
Welt. Deren Ankunft manifestiert sich in Bautätigkeiten, neuen Konsumgütern, Leuchtreklamen und Statussymbolen. Unsichtbar vollzieht sich dieser Wandel auch im Individuum. Antonio Cosentino beobachtet in „Time Tunnel“, wie sich die
fundamentalen Veränderungen in diesem Teil der Welt auf das Zeitempfinden
auswirken. Dem Raum zwischen dem Neuen, Nochnichtgeschehenen, und dem Alten, Nochnichtvergangenen entnimmt der Künstler, Symbole,Reklamen und Beschriftungen, die er in seinen gegenständlich gemalten Bildern zu einer eigenen Welt zusammensetzt: zu einer Ordnung des urbanen Chaos, zu Remixen aus Vergangenem und Zukünftigem und letztlich zur Archäologie einer Metropole der globalisierten Gegenwart.