Orientieren – eine filmisch-theatrale Performance

Premiere: 7.11.2019, Beginn: 20 Uhr

Weitere Vorstellungen: 14.11.2019, Beginn: 20 Uhr

ORIENTIEREN erzählt die Entwicklung von Vorurteilen und Rassismus im weißen Westen gegen die orientalischen dunkeln Einflüsse im Abendland. Angefangen bei ihren historischen Wurzeln bis Heute.
Anhand verschiedener Texte, wie historisch literarischen Essays, Reisebeschreibungen und Tagebücher von Orientreisenden des 19 Jah., Mutmaßungen und Visualisierungen der Imagination eines erfundenOrients in Bild, Kunst und Film, welche in den letzten 600 Jahren aus Sicht Europäischer Abendländer, entstanden sind. Orientieren beschreibt, die Entstehung eines demographischen politischen und ethnisch motivierten Rassismus im Westen. Die eine rassistische Sichtweise auch heute noch, gegenüber den Ländern des Mittleren Ostens prägt, und zeigt Gleichzeitig die kruden Auswirkungen auf die bürgerliche Gesellschaft bis in unsere heutigen Tage auf. In einer Art Wunderkammer als Bühnenraum, bestehend aus Filmen, Fotos, alten Werbungen über den Orient, erzählt Orientieren in Format einer live Trickfilm Performance von Ressentiments und ständigen Kämpfen um Identität im alten und heutigen Europa.
Im Jahre 1840 reist Friedrich Wilhelm Hackländer, im Auftrag Pferde zu kaufen über Wien, Bukarest , Konstantinopel, Damaskus, Beirut und Jerusalem nach Kairo. Er schildert seine Erlebnisse so detailliert und Vielfältig, das vor den Augen des Lesers diese Welt wie ein Film zum Leben entsteht. Auch beschreibt er durchgehend während seiner Reise, aus der Sicht des kultivierten und überlegenen Europäers die Menschen vor Ort. Für ihn sind die Orientalen primitiv und unkultiviert. Statt dessen ist er, auf der Suche nach einem verklärten Orientbild, das im Westen entstand und an diesem Abend seiner Vorstellung entspringt.

Mitwirkende: Murali Perumal, Dominik Obalski, Anton Kaun
Idee und Regie: Karnik Gregorian, Bülent Kullukcu

Ort:
Galerie Kullukcu & Gregorian, Dachauer Str. 114, 80636 München 1.Stock über dem ImportExport

Dieses Projekt ist vom Kulturreferat München gefördert.

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