Next. DestiNation. #1 – Das Festival der anderen Haltung

Menschen verlassen ihre Heimat und suchen hier in Deutschland eine Neue. Doch finden Geflüchtete sie hier? Ja, wenn Menschen, die geflüchtet sind, auf Augenhöhe begegnet wird, ohne ihnen zu sagen, wie sie sich zu verhalten haben in Deutschland. Sie sind erzogen genug.

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Selbstorganisationen zeigen, dass ein Miteinander auf Augenhöhe heute schon möglich ist, zu gleichen Regeln für Alle, ohne Besserwisserei. Denn nicht die Institutionen müssen reformiert werden, sondern die Haltung derjenigen, die in den Institutionen die Entscheidungen treffen und jedes einzelnen von uns.

Next. DestiNation #1 ist das Festival dieser anderen Haltung von Menschen. In Performances, gemeinsamem Kochen und Diskussionen kann jeder und jede mitmachen und selbst seine Haltung zeigen!

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Programm
23. Juli 2015. 20.00 Uhr
Culture Kitchen & Nathalie Bayer M.A. (Migrationsforscherin und Kuratorin)

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geb. 1976, hat Europäische Ethnologie, Kunstgeschichte und Ethnologie an der Universität München studiert. Sie ist Migrationsregime- und Museumsforscherin und wissenschaftlich kuratorisch tätig, u.a. für die Forschungs- und Ausstellungsprojekte „Crossing Munich. Orte, Bilder und Debatten der Migration“ (2009, München), „Movements of Migration. Neue Perspektiven auf Migration in Göttingen“ (2013, Göttingen) sowie mit der eigen organisierten Diskussionsreihe „POLYCITY: Kritische Lagebesprechung zu Bildern und Debatten der Migration“ (im Import-Export, Galerie Kullukcu, Haus der Kunst, Spielart-Festival). Sie ist Mitglied bei „kritnet – Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung“. Seit 2015 ist sie als Kuratorin am Münchner Stadtmuseum tätig für das Projekt „Migration bewegt die Stadt“. Derzeit promoviert sie an der Georg-August-Universität Göttingen mit einer Dissertationsarbeit über den kulturpolitischen Migrationsdiskurs im Museum.

24. Juli 2015. 20.00 Uhr
Jugendliche ohne Grenzen, Asmir Sabic, Interkulturelles Theater Freiburg, Elif Cindik- Herbrüggen – Neuro-Psychiatrischen Zentrums Riem (NPZR), MORGEN (Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen)

Jugendliche ohne Grenzen & Asmir Sabic: Kontakt – Vorurteile – Hoffnung

Diese drei Themen beschäftigen Jassin und seine Freunde Lisa, Judith, Linda, Mohsen und Hadi besonders. Warum ist es in Deutschland so schwer in Kontakt zu treten? Haben wirklich nur Rassisten Vorurteile und welche Hoffnungen lassen uns manchmal weitermachen und manchmal niederschmettern? In einer circa 30-minütigen Performance mit Einbindung der Publikums zeigen die Jugendlichen was ihre Auffassungen sind und wollen zum Nachdenken anregen. Außerdem werden selbstgeschriebene Lieder mit Titeln wie „Here and there“ und „What I want from myself“ zum besten gegeben.  „I want to confuse myself with this question“

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Elif Cindik- Herbrüggen

wurde 1970 in Istanbul geboren und wuchs ab 1971 in Neu-Isenburg auf. Nach Abschluss eines Medizinstudiums in Frankfurt am Main und New York führten sie ihre Promotionsarbeit und der Studiengang Master of Public Health an die Universität Harvard in Boston.
Cindik ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und die Chefin des Neuro-Psychiatrischen Zentrums Riem. Sie war stellvertretende Vorsitzende der Türkischen Gemeinde Bayern. Sie nimmt als Expertin am Bayerischen Integrationsrat teil. Im Rahmen des Nationalen Integrationsplanes der Bundesregierung hat sie an der Entwicklung von Indikatoren und Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Migranten mitgearbeitet. Cindik nimmt am Bundesausschuss Migration und öffentliche Gesundheit der Bundesregierung teil, der von der Integrationsbeauftragten Frau Prof. Böhmer berufen und von Frau Aydan Özoguz weitergeführt wird. Cindik hat die Weiterbildung zum Thema Migration, Gesundheit und interkulturelle Behandlungskompetenz an der Ärztekammer Bayern eingeführt und ist seither als Referentin zu diesem und anderen Themen wie Motivierende Gesprächsführung etc. engagiert. Sie setzt sich mit der Ausbildung von Entscheidungsträgern für die interkulturelle Öffnung und die Verbesserung der Versorgungsqualität des Gesundheitswesens ein.

25. Juli 2015. 18.00 Uhr
Münchner Waisenhaus Ensemble, Die Wolf_Gang

Die Wolf_Gang: Es lief grad so gut

Alles ist bestens. Bis Wolfgang aus der Reihe tanzt.
Ich fühl mich so, ich weiß nicht wie. Ich muss mich täglich aktualisieren. Mein neues Mobiltelefon hat so viele Funktionen. Ich will auch mehr Funktionen haben. Ich denke Zukunft Tralali Tralali Hysterie Hysterie. Locker bleiben, locker bleiben. Die Geschichte wird sich ewig weiter schreiben.

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Regie: Karnik Gregorian, Anne-Isabelle Zils, Kostüme: Veronika Schneider, Musik: Asmir Sabiç, Choreographie: Alan Brooks

MIT Ali, Anastasija, Bahja, Baks, Bashir, Francheska, Haszina, Isha, Jasmina, Javid, Liban, Liya, Mülubrhan, Nadira, Nassri, Saalim, Soltan, Stella, Teklebrhan, Timoti

 

Das Waisenhaus Ensemble – Leben aus der Box

flyerfoto_TheaterensembleWHMUC KopieDas Münchner Waisenhaus Ensemble 
präsentiert das Stück „Das Leben aus der Box“! 
13 Mädels und Jungs entwickeln Ihr eigenes Stück: 
Wie können wir aus der Phantasie Räume, 
sogar ganze Städte entstehen lassen? 
Und wer oder was ist uns dort wichtig? 
Aus Improvisationen entstehen Träume 
in der eigenen Stadt. Aus Wünschen und 
Ideen entstehen Figuren und Konstellationen. 
Theater als Möglichkeit, unser Leben kurz in eine 
andere Bahn zu lenken und alles auf den Kopf zu stellen. 


 

26. Juli 2015, 11.00 Uhr
Junges Theater Augsburg – Rotkäppchen auf der Flucht

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Rotkäppchen auf der Flucht

Zwei migrantische Schauspieler mit Flüchtlingserfahrung – Ramadan Ali aus Syrien und Ahmed Shakib Pouya aus Afghanistan –  spielen, erzählen und singen das in allen Kulturkreisen bekannte Märchen und transportieren dabei sehr einfühlsam und stimmig, mal komisch, mal traurig die Erfahrungen von Flucht und Vertreibung, von Angst, Mut und Freude sowie der großen Sehnsucht nach Zuflucht und Heimat. Regie führte Susanne Reng, zuletzt verantwortlich für die Stücke FlüchtIch, Rosa Parks und Letzte Heimat. Das Stück dauert 40 min, ist mobil, geeignet für die 2. bis 4. Jahrgangsstufe sowie Erwachsene und entstand im Rahmen des Programms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“.

Das gesamte Festival findet in Zusammenarbeit statt mit:

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Das Projekt ist gefördert von der Landeshauptstadt München – Kulturreferat

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